| Die Besonderheiten in der Supervision von
PsychotherapeutInnen die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, |
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| oder was kleine Menschen von großen Menschen
unterscheidet und was davon in der Supervision zur Sprache kommt. |
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| Wie aus einem Vortrag, gehalten im November 2003 anlässlich des monatlichen Jour fix der Gestalttherapeuten, ein
Artikel werden kann: So wie jede Supervision eineinzigartiges Ereignis ist weil sie der anderen nicht gleicht, ist auch das Lesen eines mündlichen Vortrags etwas Besonderes. Gesprochenen Worte sind direkter, spontaner, näher und leiden trotzdem unter der Flüchtigkeit des Eindrucks. Als "lesbare Worte" geben sie Ihnen die Möglichkeit, auch visuell bei Ihnen anzukommen. Als TherapeutIn mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten ist eine spezielle Herausforderung. Vieles unterscheidet sich, Settings, Theorien, die Anzahl der Beteiligten und vieles mehr Am Anfang aber muss von TherapeutInnenseite eines stehen: die Neugierde. |
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| Viele Wege führen nach Rom: Wie Erstgespräche beginnen können: Die meisten ziehen es vor, ein anamnestisches Erstgespräch zuerst nur mit den Eltern zu führen. Trotzdem geschieht es, dass Eltern einfach mit dem Kind zum Erstgespräch kommen. Die Therapeutin berichtet von ihrer Überraschung, sie fühlt mit dem Kind, was sich das alles vor einer fremden Person anhören muss über seine schlimmen Unzulänglichkeiten, fragt sich, wie sie das hätte vermindern können, fühlt sich unzulänglich. Das ist kein gutes Ausgangsgefühl für eine anstehende Arbeit. In der Supervision versuchen wir dann den Konflikt in dem die Therapeutin steckt zu lösen.: Sie schlüpft nacheinander mit Hilfe eines Rollenspiels in die Haut von Mutter und Kind. In ihrer ist sie sowieso. Die Botschaft der Mutter war dann zum Beispiel: Jetzt sieh diese schreckliche Kind, wie ich unter ihm leide, und dabei liebe ich es so. Das Kind hat sich in sich zurückgezogen und bekommt kaum was von Mutters Suada mit, weil es das immer so macht. Die Therapeutin möchte das Kind schützen und gleichzeitig die Mutter verstehen und weiß nicht wie das jetzt gehen soll. |
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| Es kann in solchen Momenten nicht um richtig oder falsch gehen, sondern um den Umgang mit Situationen. Die Frage
heißt dann, welchen Nutzen bringt das Ereignis für die Therapie, was habe ich über die Kommunikationsmuster in dieser Familie erfahren, was sehe
ich am Verhalten des Kindes von seinen Bewältigungsstrategien, was erkenne ich am Verhalten der Mutter was die braucht um sich zu entspannen. Das
ist sehr wichtig, denn wenn die Erziehungsberechtigten sich nicht auch verstanden, gehört und gesehen fühlen, werden sie die Therapie abbrechen. Der Punkt "Umgang mit den Eltern" nimmt in der Supervision viel Raum ein. Es haben auch schon einige SupervisandInnen festgestellt, dass Kindertherapie ohne die Eltern sehr viel einfacher wäre. Spätestens jetzt ist klar: Die psychotherapeutische Arbeit mit Kinder und Jugendlichen unterscheidet sich deutlich von der mit Erwachsenen, dem muss auch die Supervision entsprechen. Die Probleme sind anders, die Instrumentarien sind nicht viel anders. Meine supervisorische Haltung ist nicht viel anders als sonst auch, die Supervision als solche unterscheidet sich nicht. Die Fragen und Probleme der SupervisandInnen beschäftigen mich auch, fordern meine Kreativität, lassen mich auch mein Engagement und meine Ziele hinterfragen. Ein Teil meiner Motivation ist sicher, den Begleitern das Begleiten zu erleichtern, die dramatische Schwere, die in Fallgeschichten immer wieder auftaucht zu entschärfen und der zärtlichen Zuwendung zum Kind oder Jugendlichen ihren Stellenwert und Platz verschaffen. Kinder kommen nicht von sich aus, es wird immer ein Dreiecksvertrag zwischen Eltern, Therapeutin und Kind( Positive Dreiecksverhältnisse sind Entwicklungsfördernd!) Die Therapeutin übernimmt hier eine triangulierende Funktion. |
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| Der Vertrag oder Spielregeln regeln das Spiel: Die Eltern haben mit dem Kind einen unausgesprochen Vertrag: wir versorgen dich, du machst uns dafür Freude, stärkst unseren Selbstwert und hebt unser Ansehen als erfolgreiche Eltern. Das Kind kommt auf Grund dieses unausgesprochen Vertrags in die Therapie. Aus irgendeinem Grund hält das Kind diese Vereinbarung nicht ein, was zunächst einmal ein Problem der Eltern ist. Je jünger Kinder sind, umso weniger haben sie von sich aus ein Bedürfnis nach Psychotherapie. Es fehlen die Einsicht und das Urteilsvermögen in die Bedeutung einer Psychotherapie. Das Kind und die Therapeutin haben am Anfang null Vertrag. Wie kommt es aber dann jetzt zu dem Vertrag zwischen Kind und TherapeutIn? Und muss das die gleiche Vereinbarung sein die die Therapeutin mit den Eltern hat oder kann dieser Vertrag von den Erwartungen der Eltern und Auftraggeber abweichen? Es geht um eine Balance zwischen all diesen Verträgen und um die Möglichkeit von Änderungen, Anpassungen an die Ereignisse und Entwicklungen in der Therapie. Tatsache ist, man kann nicht gegen die Eltern arbeiten sondern nur mit ihnen. Immer wieder werden sie dem Therapieverlauf entsprechend einzeln oder gemeinsam zu einem therapeutischen Gespräch gebeten, immer mit Wissen des Kindes oder des Jugendlichen. Jederzeit können die Eltern zu einem Gespräch kommen, wenn sie das wollen, aber nur mit Wissendes Kindes In der Supervision sind diese Fragen oft Themen und werden einfach im Gespräch geklärt. Der sorgeberechtigte gesetzliche Vertreter kann die Psychotherapie des Kindes jederzeit abbrechen und tut das manchmal auch, wenn er sich selber bedroht fühlt oder mit dem Fortgang der Therapie unzufrieden ist, das Geld ausgeht, auch wenn die Psychotherapie dem Kind gut tut. Bei Jugendlichen ist das anders. "Einsichts- und urteilsfähige Minderjährige ab 14 Jahren müssen der psychotherapeutischen Behandlung selbst zustimmen." Es darf ja niemand gegen seinen Willen psychotherapeutisch behandelt werden.( Psychotherapie und Recht). Als Supervisorin frage ich nach dem Vertrag, dem Rahmen, und danach, wie haltbar er ist. Kind und Eltern sollen sich in dem Rahmen sicher und geschützt fühlen. Raum und Zeit zum Wachsen ist notwendig besonders für den jungen Menschen, ein sicherer Platz, eine sichere Beziehung. Barbara ist 9 Jahre alt als sie mir mitteilt, hier bei mir in der Praxis fühlt sie sich immer ganz sicher. |
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| Schweigepflicht: die Gratwanderung zwischen notwendiger Information und schützendem Schweigen. Es gibt gesetzliche Regelungen bezüglich Auskunftspflicht und Schweigepflicht. Das ist ein wichtiger Teil des Vertrags, der am Beginn der Therapie mit Kind und Eltern besprochen werden muss, um Missverständnissen vorzubeugen. Die Schweigepflicht bezieht ich auf kleine und große Geheimnisse, die das Kind der Therapeutin anvertraut. Die Eltern haben das Recht über die Diagnose, Methode und Fortschritte in der Therapie aufgeklärt zu werden. Die Therapeutin hat es notwendig in regelmäßigen, prozessadäquaten Abständen mit einem Elternteil oder beiden Eltern zu reden, sind die doch der Hintergrund, der die Entwicklung des Kindes trägt und beeinflusst. Die Eltern werden in die Therapie eingebunden in Abständen, die dem Therapieverlauf entsprechen und immer mit Wissen des Kindes bzw. Jugendlichen. Sobald man mit den Eltern redet, ist hier natürlich die Schweigepflicht nach außen zu wahren, andererseits geben die Eltern wichtige Informationen über das Umfeld des Kindes, Veränderungen in seinem Verhalten, die gut in der Therapie verwendet werden können. Hier ist mit den Eltern zu klären, welche Informationen man an das Kind weitergeben darf wenn das Kind fragt: Was redest Du mit meiner Mama?. Manchmal ist es sogar hilfreich mit dem Einverständnis des gesetzlichen Vertreters und des Kindes Kontakt mit der Schule oder ähnlichen Institutionen aufzunehmen. Das ist oft schwierig, zeitraubend und schlecht bis gar nicht bezahlt. Das ist sehr gut in der Supervision zu klären wie viel Außenarbeit jemand bereit ist zu machen und wie die Supervisandin mit dieser zusätzlichen Belastung umgeht. |
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| Die häufigsten Supervisionsfragen und Themen Ein großes Thema ist auch das Spiel: Oft werde ich gefragt wie und ob das Spiel strukturiert werden soll, soll die Therapeutin immer alles tun was das Kind verlangt und ähnliches mehr. Im Prinzip hat das Spiel 2 Schwerpunkte. Kinder erzählen über das Spiel und ihr Verhalten von ihren Schwierigkeiten, Ängsten, Sorgen und Wünschen. Wenn die Therapeutin ins Spiel eingreift, kann sie entlasten, Erkenntnisse vermitteln oder Strategien aufzeigen. Das sind zwei wichtige Funktionen des Spiels: Das Kind erforschen und seinen Zugang zur Welt verändern. Sehr verstörte Kinder spielen oft lange Zeit hindurch das gleiche Spiel. Ich halte das für eine Form des Widerstands, der sich auf diese Weise zeigt. Barbara spielt lange Zeit mit den Kasperlepuppen König und Königin die sich streiten und versöhnen, bis es eines Tages genug ist. Sie hat akzeptiert, Mutter und Vater kommen nicht mehr als Paar zusammen. Weh tut es ihr trotzdem. Für Kinderpsychotherapien braucht man viel Geduld, auch mit den Eltern. |
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| Und das Honorar Häufig taucht in der Supervision ganz pragmatisch die Frage nach dem finanziellen Wert der Kindertherapie auf, ob es zumutbar ist von den Eltern so viel Geld zu verlangen. Auch die Kinder sind irritiert, es nimmt jemand, den sie mögen Geld dafür, wenn er /sie mit ihnen zusammen ist. Es gibt Stellen, die Kindertherapien bezahlen oder zumindest einen Teil der Kosten übernehmen wenn es nötig ist. Kinderpsychotherapie ist in ihrer Wertigkeit der therapeutischen Arbeit mit Erwachsenen gleichzusetzen, daher ist sie auch gleich zu bezahlen. Immer wieder höre ich auch Fragen wie: Muss ich dem Kind Grenzen setzen in Einzel .- und/ oder in Gruppentherapien? Wie soll ich denn mit dieser unmöglichen Mutter reden? Wieso tun diese Eltern nicht was ich mit ihnen in den anstrengenden therapeutischen Gesprächen erarbeite? Wie gehe ich mit meiner Wut auf diesen Vater um? Die Antworten finden sich meist in der Biographie der Supervisandin. Selbst bei gründlicher Eigentherapie tauchen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen noch neue Mosaiksteine im eigenen Lebensbild auf. Das supervisorische Mittel der Wahl ist dann eine kurze therapeutische Sequenz mit Bezug auf die eigene Geschichte. Dann wird zum Beispiel klar, dass der Wunsch hemmungsloses Austoben zu fördern mit dem eigenen unerfüllten Kinderwunsch der Enge zu entfliehen zu tun hat. Dann erkennt der Supervisand auch die guten Orte und Strukturen für dieses Bedürfnis. ( Im Wohnzimmer oder Klassenzimmer heißt das Aggressionsdurchbruch, im Turnsaal oder in der Natur, strukturiert, heißt es Geschicklichkeit, Schnelligkeit Kraft, Ausdauer...). Manchmal ist auch noch ein Stück Eigentherapie nachzuholen. Kinder brauchen angemessene Grenzen, sie brauchen Orientierung und Sicherheit und Halt. Bei Wut auf einen Elternteil, der dem Kind schadet, der Therapeutin entgegenarbeitet bietet sich eine Arbeit mit dem leeren Stuhl an, in dem die Supervisandin in die Rolle des Elternteils schlüpft. Dabei wird die Not spürbar, in der sich die Mutter/ der Vater befindet, die Themen des Elterngesprächs klarer und auch die Art, wie es zu führen ist. Eltern handeln manchmal aus Wut und Feindseligkeit, es soll ihnen mindestens bewusst sein. Generationenarbeit ist auch mit Kindern identitätsstiftend, sie schaut anders aus als bei Jugendlichen, ist immer für die Eltern aufschlussreich. Nicht nur junge Therapeutinnen haben manchmal Angst vor den Müttern, seltener vor den Vätern, deren scharfen Zungen und abwertenden Urteilen als hätten die das Recht zu beurteilen wie seinerzeit die eigene Mutter oder der eigene Vater. Da helfen Pölster am Boden, die die Positionen markieren und es zeigt sich: die Eltern haben ihre Position als Klienten mit ihrem Kind, somit ist die Rollenaufteilung wieder klar und die nötige Distanz kann wieder hergestellt werden. Manchmal ist das ein Teil Arbeit, die Gleichwertigkeit jeder einzelnen Person in einer Familie darzulegen, auch wenn die sehr unterschiedlich sind. Die emotionale Beteiligung ist in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen größer, daher rutscht man leichter ins System. Dort ist man aber nicht mehr hilfreich. Bei Jugendlichen muss man auf andere Schwerpunkte achten: Sie kommen mit sehr viel mehr Vorbehalten und Trotz, für sie ist es eine Kränkung, Therapie brauchen zu sollen, es ist nicht immer leicht für die Kollegen eine tragfähige Beziehung herzustellen. Hier ist es sehr ratsam, zwei Erstgespräche zu führen, also Eltern und Jugendliche getrennt. Später dann gibt es keine Richtlinien wie die Relation Elternarbeit zu Jugendlichenarbeit zu gestalten ist. Es gibt SupervisandInnen, die sagen, die Eltern nur mit den Jugendlichen einladen, damit jeder genau im Bilde ist was geschieht. Es gibt Jugendliche die sagen, mit meinen Eltern/ Mutter setze ich mich da nicht her, und es gibt welche, die das sehr gerne tun. Jugendliche bleiben oft aus, sagen Stunden ab, vergrößern Intervalle zwischen den Stunden und fordern die Flexibilität der Supervisandinnen heraus. Was ist jetzt mit der Struktur, mit der Verbindlichkeit und der Sicherheit der therapeutischen Beziehung? Wie geht man mit der Kränkung um versetzt zu werden, kann man Geld für die ausgefallenen Stunden verlangen? Das Klima zwischen Eltern und Jugendlichen wird nicht entspannter wenn diese für nicht konsumierte Therapiestunden bezahlen sollen. Welche Vereinbarungen muss man treffen, um möglichst komfortable Regelungen für alle zu treffen? Soll man mit Jugendlichen die vorhergegangenen Generationen mittels Genogramm und vielen Fotos erforschen? Ja, man soll, am besten mit der Mutter und/oder dem Vater gemeinsam. Über die eigene Geschichte Bescheid zu wissen stärkt die Identität Jugendlicher, fördert die Kommunikation innerhalb der Familie, erleichtert das Verstehen warum man so und nicht anders leben muss. Ein Therapieziel für Jugendliche kann sein: Meine Eltern und meine Lebenssituation sind wie sie sind, damit muss ich zurechtkommen, und was ist dann also meine Perspektive. Die SupervisandInnen dürfen sich trauen mit Jugendlichen mehr und mehr wie mit Erwachsenen zu arbeiten, im Dialog im Hier und Jetzt in das Vergangenheit und Zukunft hineinspielen. Die Perspektive, das "wer bin ich" und dann "Was soll aus mir werden" ist bei Jugendlichen das ganz große Thema. Die Auseinandersetzung mit den Eltern ist heikel. Jugendliche sollen sich von zu Hause ablösen ohne mit den Eltern zu brechen. Aufdeckende Arbeit an der Beziehung zu den Eltern ist auch bei jungen Erwachsenen ein sensibles Gebiet, in dem man sich vorsichtig bewegen soll. |
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| Aufstellungen, eine hilfreiche Methode in der Supervision Manfreds Fall: ein 8-jähriger Bub wird vom Vater gebracht, weil er so traurig ist. Der Vater hält den Tod der Mutter, die vor 4 Jahren gestorben ist für die Ursache und ersucht die Therapeutin den Tod der Mutter jetzt aufzuarbeiten, damit der Bub wieder fröhlich wird. Mutter war ein Einzelkind, starb Mitte 20 an einer Überdosis Heroin, der Bub wuchs beim Vater auf, Mutter hatte Besuchsrecht Der Vater hat wieder geheiratet, eine Frau mit zwei Kindern, einen Sohn, 10Jahre und eine Tochter 12 Jahre. Die Frau mag den Buben, er kommt zu ihr wenn er Probleme hat, nennt sie Mama Die Eltern der Mutter haben jetzt das Besuchsrecht der Mutter übernommen Die Ehe der beiden kriselt, Differenzen zeigen sich in der unterschiedlichen Auffassung in der Erziehung des Knaben, weniger der beiden anderen, Vater findet, sein Sohn zeigt seine Zuneigung zu ihm nicht genug Verhalten und Leistungen in der Schule sind gut Die Beziehung zwischen den Stiefgeschwistern ist schwierig, die streiten viel Die Eltern des Vaters sind mit der ersten und zweiten Partnerwahl des Sohnes nicht zufrieden Schritt für Schritt: ich stelle erst das System auf, dann erst lasse ich den Therapeuten seinen Platz finden. Eine Aufstellung ist eine Momentaufnahme, und gibt einen Überblick über die Themen und die Aufgaben, mit denen in der Therapie zu rechnen ist. So zum Beispiel Probleme der Supervisanden mit den zu erwartenden Schwierigkeiten mit Jugendlichen, die Elternarbeit unterscheidet sich, es geht um das passende Ausmaß, das richtige Gleichgewicht zwischen der Arbeit mit den Jugendlichen und der Elternarbeit. Wut ist ein wichtiges Thema, die die Kinder oder Jugendlichen durch ihr Verhalten in SupervisandInnen auslösen. Der therapeutische Verstand sagt: "Freue dich, wenn Kinder ihre Aggressionen ausleben können." Es ist aber schwerer als bei Erwachsenen bei der therapeutischen Distanz zu bleiben. Kinder sind noch nicht so sozialisiert wie Erwachsene, sie können hemmungslos schimpfen, boshaft werden, laut schreien in Gemeinschaftspraxen, herumrennen, Türenschlagen, die Therapeutin körperlich attackieren. Die eigene Wut löst Schrecken aus, impulsives sozusagen untherapeutisches Verhalten Schuldgefühle und Versagensängste, Angst vor den Konsequenzen. Aber Gott sei Dank gibt es den leeren Stuhl oder Rollenspiele. |
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| In Stichworten: Weitere wichtige Themen, die in der anschließenden Diskussion des Vortrags eingebracht wurden. Gefahren: Koalitionen soll man nicht eingehen Neutrale Haltung des Therapeuten: bei aller Parteilichkeit für das Kind darf man den Überblick nicht verlieren Emotionale Beteiligung größer, daher rutscht man leichter ins System Ablösungsprobleme der Jugendlichen Angst der Supervisanden vor den Eltern und Großeltern: Rollenspiel Strukturloses Austoben ist nicht sinnvoll Eigene Problematik, die in Therapie auftaucht zur Kenntnis nehmen ist der Weg deren Einfluss zu stoppen Ereignisse, Verhalten benennen Wenn TherapeutInnen in Konkurrenz mit der Mutter gehen ist das der Anfang vom Ende der Therapie. Das Pendeln zwischen Kindsein und Erwachsensein, also gleichzeitig mit Feuereifer zu spielen und dabei genau zu wissen was und warum gespielt wird, als TherapeutIn wach und verantwortlich zu bleiben, ist einer der lebendigsten und ertragreichsten Vorgänge in der Kindertherapie. |
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Literatur:Karl Heinz Brisch: Bindungsstörungen, von der Bindungstheorie zur Therapie.Stuttgart, Klett Cotta, 1999 Francoise Dolto: Die ersten 5 Jahre: Alltagsprobleme mit Kindern. Heyne Sachbuch Francoise Dolto: Wenn die Kinder älter werden Alltagsprobleme in Familie, Schule und Freizeit. Beltz Verlag Annemarie Dührssen: Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen, Ein Lehrbuch für Familien -und Kindertherapie. Verlag für Medizinische Psychologie im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen, 5. Auflage 1973 Arno Gruen: Der Kampf um die Demokratie. Klett Kotta 2002 Paulina F. Kernberg | Alan Weiner | Karen Bardenstein: Persönlichkeitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Klett Cotta 2001 Bruno Metzmacher | Hilarion Petzold | Helmut Zaepfel (Hrsg.) Praxis der Integrativen Kindertherapie. Junfermann 1996 Violet Oaklander: Gestalttherapie mit Kindern und Jugendlichen. Klett Cotta 1981 Hilarion Petzold, Gabriele Ramin(Hrsg): Schulen der Kinderpsychotherapie. Junfermann 1995 Fritz Poustka/Gera van Goor | Lambo: Fallbuch der Kinder und Jugendpsychiatrie; Erfassung und Bewertung belastender Lebensumstände von Kindern nach Kapitel V (F) der ICD 10 C. Rodriguez Rabanal. Erfahrung, Verinnerlichung und Wiederholung Psychotherapie Forum 1999/7 Springer Wien New York Daniel N. Stern: Die Lebenserfahrung des Säuglings. Klett Cotta 1992 Daniel N. Stern: Die Mutterschaftskonstellation. Stuttgart, Klett Cotta 1998 D.W. Winnicott: Vom Spiel zur Kreativität. Stuttgart, Klett Cotta 1997 |
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| Über Hilde Heindl | |||
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Hilde Heindl Psychotherapeutin Integrative Gestalttherapeutin Kalvarienberggasse 46/11 1170 Wien Telefon & Fax: 43-1-403 33 88 mailto: |
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